Reisebericht von Peter und Iris – September 2019

Es ist schwer, sich der Faszination Kareliens zu entziehen. Wir sind immer wieder stolz darauf, dass unsere Karelienreisen bei unseren Mitreisenden einen tiefen Eindruck hinterlassen. – Besonders freuen wir uns über diesen schönen Reisebericht, den Peter und Iris aus Hattingen verfasst haben:

Karelien – wunderbare Erlebnisse und Erfahrungen als Pioniere abseits der Touristenströme mit Mascha, Ruslan und Klim

Von den Karelien-Reiseprofis Mascha, Ruslan und Klim sorgsam geführt, waren wir zusammen mit einer Handvoll Freunden im vergangenen August/September knapp zwei Wochen unterwegs im weiten Land der Runensänger, eingebettet in unberührte und kraftvolle Natur, mit Staunen über die Menschen und Sehenswürdigkeiten an diesem „weißen Fleck“ der Erde. Erfahrungen von Weite und Stille, Einfachheit, nahe am Eigent-lichen zu sein, sind an sich schon seltene Qualitäten auf Urlaubsreisen. Und gerade dadurch wurden wir durch viele sehr subtile, völlig überraschende Begegnungen bereichert.
Wanderungen auf den unwegsamen Pfaden der Korobieri (wandernde Händler = Korb-träger), Besteigung des geheimnisvollen „Wottowara“ (scheinbar von Aliens kreierte bizarre Steinformationen, die aus der letzten Eiszeit stammen), Besichtigung von alten Marmor-steinbrüchen, deren Produkt u.a. die wunderbaren orthodoxen Kathedralen in St. Petersburg zieren, altsteinsteinzeitliche Felsgravuren an der Küste des Weißen Meeres im hohen Norden, aber auch die imposanten UNESCO-Weltkulturerbe-Bauten auf der Insel Kishi auf dem Onega-See (hier trifft man durchaus viele Touristen an, trotzdem ein Muss!) Ein für uns gechartertes Schnellboot brachte uns auf die 60 Kilometer entlegene Insel.
Insgesamt ein gewaltiges Reisepanorama!
Nun, das zusätzlich Besondere an dieser Reise sind die 3 „Helden“, die uns durch dieses Land führten: sehr sympathisch, extrem kenntnisreich, logistisch sehr gut vernetzt an den entlegensten Standorten, betreut durch eine sehr differenziert Deutsch sprechende, freundliche und geduldige, jedoch zielstrebige Mascha; mit allen Pferdestärken vertrauter, für die richtige Streckenführung und das leibliche Wohl an allen Orten sorgender Ruslan; ein beeindruckend kreativer und humorvoller, sowie in der Engl. Sprache gewandter Klim. Geführt durch dieses Trio konnten wir sehr ungewöhnliche und authentische Begegnungen mit den Menschen machen: beispielsweise die nordisch-karelischen Gesänge der Frauen im entlegenen Woknawolok, oder das einzigartige sehr anspruchsvolle(!) Kyykkä-Spiel der Frauen in Kalevala (vielleicht ähnlich dem Wikinger-Schach), oder der Aufenthalt auf der Farm Kormilo zum Fischen, Banja-Besuch, Genuß wunderbarer Pelemeni von Olga, ein Samowar-Museum von Viktor, sehr spezielle Lebensentwürfe und -bedingungen.
So wurden die verläßlichen, höflichen und freundlichen Reiseführer unsere Freunde, deren Herzenswärme einfach wunderbar ist.
Routine-Reise können viele; nur wenige können – bei oftmals recht bescheidenen Verhältnissen – diese besondere Qualität!
Peter & Iris , Hattingen, Deutschland, im September 2019